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Der Weltmeister im Polarisieren

Written By limadu on Jumat, 12 Desember 2014 | 22.25

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Führungsspieler mit Kante oder Blender? An Christoph Kramer scheiden sich die Geister. Auch vor dem Spiel gegen den Stammverein.

Aus Mönchengladbach berichtet Andreas Reiners

Mönchengladbach - Christoph Kramer schwieg. Ausnahmsweise mal, könnte man sagen.

Der Mittelfeldspieler von Borussia Mönchengladbach humpelte nach dem 3:0 im letzten Gruppenspiel der Europa League gegen den FC Zürich kurz durch den Kabinengang. Und verschwand schließlich wortlos.

Eine Fußverletzung. Ausgerechnet vor dem insbesondere für ihn brisanten und besonderen Duell am Sonntag bei Bayer Leverkusen (So., ab 15 Uhr im LIVE-TICKER und im Sportradio SPORT1.fm). Dem Spiel zwischen seinem Vielleicht-Bald-Wieder- und seinem Womöglich-Noch-Klub. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Zwischen dem Verein, bei dem er groß wurde und der ihn bis zum Ende der laufenden Saison ausgeliehen hat, und dem Klub, wo er zum Stammspieler und schließlich sogar zum Weltmeister heranreifte.

Eberl: "Fehler nicht übel nehmen"

Kramer hatte in den Tagen vor dieser Partie sehr viel gesagt. Und mit seinen Äußerungen für reichlich Wirbel gesorgt.

Gladbachs Sportdirektor Max Eberl ist zwar genervt von solchen "Nebenscharmützeln, die wir uns sparen können und die keiner braucht". Gleichzeitig nahm er Kramer aber auch in Schutz

"Es ist für einen 23-Jährigen momentan extrem, was auf ihn einprasselt. Er ist mit vielen Dingen konfrontiert und er muss zu jeder Frage Rede und Antwort stehen. Dass er da auch Fehler macht, das darf man ihm nicht übel nehmen", sagte Eberl.

Typ oder Schwätzer?

Kramer erlebt derzeit die Mechanismen des Geschäfts. Grundsätzlich ist es lobenswert und vor allem eine Seltenheit, dass ein Spieler noch so spricht, wie ihm der Schnabel gewachsen ist.

Kramer kann sich artikulieren, parlieren, garniert seine Aussagen mit Witz, Charme und einer Prise Unbekümmertheit, wie sie im Business Bundesliga heute nur noch selten zu finden ist.

Ein Typ, sagen seine Fürsprecher. Ein Schwätzer, entgegnen seine Kritiker. Fakt ist, dass sich an Kramer inzwischen die Geister scheiden. Ein Fußballer mit großem Potenzial, mit Führungsanspruch, einer mit Charakter? Oder doch nur ein Blender, überschätzt und dazu noch arrogant? So oder so: Kramer polarisiert.

Favre berichtet "nur Positives"

Teamkollegen bekräftigen, dass er sich nicht verändert habe. Trainer Lucien Fave kann "nur Positives" über ihn sagen. Auf dem Platz hat er eine Führungsrolle eingenommen, spricht mehr. Dirigiert und lenkt. Die Bälle vehement gefordert hat er eh schon immer.

Auf dem Rasen brachte ihn die Unbekümmertheit dorthin, wo er heute ist. Als Leihspieler im Sommer 2013 mit bescheidenen Ambitionen nach Gladbach gekommen, spielte er sich unter Favre zunächst in die Stammformation, dann in die Nationalmannschaft und schließlich in den WM-Kader.

Gefühlter WM-Star

Die Finalgeschichte dürfte inzwischen jeder kennen, der sich nur annähernd mit Fußball beschäftigt. 43 Minuten in Brasilien reichten, um ihn zu einem gefühlten WM-Star zu machen.

Was folgte, war ein Interview-Marathon. Kramer hier, Kramer da. Er sprach über WG-Partys, über sein Tagebuch, Bochumer Fans, die ihn mit Schneebällen und Schweineköpfen bewarfen, seine musikalische Seite. Und natürlich über seine WM-Geschichte.

Er gewährte einen dieser seltenen, unverfälschten Einblicke in das Leben eines Profis. Ehrlich. Geradeaus. Offensiv. Dafür aber auch sehr oft. Ein bisschen zu oft vielleicht.

Vom Konzept total überzeugt

Und Kramer traf dabei nicht immer den richtigen Ton. Vor allem, wenn es um seine sportliche Zukunft ging. Mal beschwerte er sich über modernen Menschenhandel. Ruderte zurück. Unterstrich dann, dass alleine er entscheide, wo er spiele. Dass es Angebote aus dem Ausland gebe.

Zuletzt sprach er dann mal wieder vom Status Quo, dass er im Sommer zurück nach Leverkusen gehe.

"Nicht weil ich muss, sondern weil mich das Konzept total überzeugt hat", erklärte er. Um nur kurz darauf verbal erneut zurück zu rudern.

Zoff mit Vogts

Gladbachs Legende Berti Vogts, der am Sonntag Gast im Volkswagen Doppelpass bei SPORT1 ist, watschte ihn öffentlich ab. Kritisierte unter anderem Kramers Dauerpräsenz in den Medien.

Wo andere lächelnd geschwiegen hätten, trat Kramer nach.

"Was soll ich mich mit einem beschäftigen, der vor 40 Jahren mal gegen den Ball getreten hat. Der wollte wohl mal etwas sagen und eine Geschichte machen. Wenn es jetzt einer wäre, der irgendwie wichtig ist, würde mich das beschäftigen. Aber so...", sagte Kramer.

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Noch nicht entschieden

Vielleicht nicht unbedingt unverständlich für einen 23-Jährigen, aber trotzdem nicht souverän.

Doch Eberl weiß, was er an Kramer hat. Einen verbal manchmal etwas ungestümen, über das Ziel hinaus schießenden Jungprofi. Auf der anderen Seite aber auch ein wichtiges Puzzelstück, eine Konstante in Favres System. Eine Marke.

Die er natürlich gerne in Gladbach halten würde. Doch das ist kompliziert. "Er hat sich definitiv noch nicht entschieden", stellte Eberl nun klar.

Klar ist auch: Will Kramer zurück, geht er zurück. Will er nicht zurück, ist die Borussia am Zug.

Nach Ersatz suchen

"Die Hoffnung stirbt zuletzt. Ich habe ihn jetzt noch nicht abgeschrieben. Vielleicht bleiben wir ja weiterhin erfolgreich. Vielleicht hat Bayer ja einen Anti-Lauf. Man hat schon Pferde vor der Apotheke kotzen sehen", sagte Eberl.

Bundesliga-Torschützen 2014/15

1. Platz (Stand 7.12.2014)

10 Tore: Alex Meier (Eintracht Frankfurt)

2. Platz

8 Tore: Eric Maxim Choupo-Moting (Schalke 04)

2. Platz

8 Tore: Shinji Okazaki (Mainz 05)

4. Platz

7 Tore: Klaas-Jan Huntelaar (Schalke 04)

4. Platz

7 Tore: Mario Götze (FC Bayern)

4. Platz

7 Tore: Karim Bellarabi (Bayer Leverkusen)

7. Platz

6 Tore: Robert Lewandowski (FC Bayern)

7. Platz

6 Tore: Arjen Robben (FC Bayern)

7. Platz

6 Tore: Franco Di Santo (Werder Bremen)

7. Platz

6 Tore: Thomas Müller (FC Bayern)

11. Platz

5 Tore: Elias Kachunga (SC Paderborn)

11. Platz

5 Tore: Paul Verhaegh (FC Augsburg)

11. Platz

5 Tore: Heung-Min Son (Bayer Leverkusen)

11. Platz

5 Tore: Ivica Olic (VfL Wolfsburg)

11. Platz

5 Tore: Martin Harnik (VfB Stuttgart)

11. Platz

5 Tore: Max Kruse (Mönchengladbach)

11. Platz

5 Tore: Salomon Kalou (Hertha BSC)

11. Platz

5 Tore: Anthony Ujah (1. FC Köln)

11. Platz

5 Tore: Vladimir Darida (SC Freiburg)

11. Platz

5 Tore: Haris Seferovic (Eintracht Frankfurt)

Im Winter will er einen Versuch starten: "Wenn sie in Leverkusen sagen: 'Max, schön, dass du anrufst, aber er wird auf jeden Fall zurückkehren' - dann brauche ich mir nicht großartig weiter Gedanken machen."

Und auch dann nicht, wenn Leverkusen anfängt, zweistellige Millionenbeträge aufzurufen. "Wenn Leverkusen 15 Millionen Euro verlangt, ist es utopisch. Und das werden sie fragen, wenn Chris sich für uns entscheidet. Oder vielleicht sogar 20 oder 30 Millionen", glaubt Eberl.

Er war selbst einmal Profi. Er kennt das Geschäft. Lange überlegen muss er nicht, als er nach seinem Gefühl gefragt wird: "Dass wir nach Ersatz suchen müssen."

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Bremen bangt um Torhüter Wolf

Raphael Wolf droht gegen Hannover 96 auszufallen
(Copyright: getty)

Bundesligist Werder Bremen bangt um den Einsatz von Stammtorwart Raphael Wolf.

Wegen eines grippalen Infektes fehlte der Schlussmann beim Abschlusstraining vor dem Nordderby der Hanseaten am Samstag (15.30 Uhr) gegen Hannover 96.

Der 26 Jahre alte Keeper hatte sich gerade von einer am vergangenen Wochenende erlittenen Beckenkammprellung erholt und am Donnerstag wieder mit dem Training begonnen.

Sollte Wolf nicht rechtzeitig fit werden, würde der Österreicher Richard Strebinger erstmals von Beginn an im Weserstadion das Tor des Tabellenvorletzten hüten.


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Runjaic vor Topspiel optimistisch

Kosta Runjaic glaubt an seine Mannschaft
(Copyright: getty)

Trainer Kosta Runjaic vom Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern sieht seine Mannschaft im Spitzenspiel am Sonntag beim Tabellenführer FC Ingolstadt (13.30 Uhr) nicht als Außenseiter.

"Unsere Chancen stehen gut, etwas Zählbares mit nach Hause zu bringen. Wir sind seit mittlerweile neun Pflichtspielen ungeschlagen, haben viele spielerische Lösungen parat, wenn es darauf ankommt", sagte der 43-Jährige am Freitag und fügte an: "Die Stimmung in der Mannschaft ist demzufolge prächtig."

Als Tabellenzweiter haben die Pfälzer (28 Zähler) vor dem abschließenden Hinrundenspieltag fünf Punkte Rückstand auf die bereits als Herbstmeister feststehenden Ingolstädter (33).

Vor den Schanzern hat Runjaic allerdings höchsten Respekt. "Ich sehe Ingolstadt derzeit als die stärkste und die kompakteste Mannschaft in der Liga", meinte der FCK-Coach und forderte von seiner Elf eine hohe Effektivität vor dem gegnerischen Gehäuse: "Wir müssen unsere Chancen nutzen, denn sehr viele werden wir nicht bekommen."

In der vergangenen Saison hatten die Roten Teufel sogar beide Duelle gegen den FCI gewonnen.

Runjaic allerdings glaubt selbst im Fall eines Sieges der Gastgeber nicht an eine Vorentscheidung im Aufstiegsrennen.

"Das wäre zu diesem Zeitpunkt der Saison noch zu früh", sagte der Fußballlehrer, der im achten Auswärtsspiel der Saison (bisher sieben Punkte) weiterhin auf die Langzeitverletzten Alexander Ring, Marcel Gaus und Steven Zellner verzichten muss.


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Deschamps hat langfristige Pläne

Diedier Deschamps blickt in die Zukunft
(Copyright: getty)

Didier Deschamps sieht seine Zukunft auch über die Heim-Europameisterschaft 2016 hinaus als französischer Nationaltrainer.

"Noel Le Graet (Präsident des französischen Fußball-Verbandes, d. Red) will das, und ich möchte das auch. Das ist absolut klar und wir sind uns darin einig", sagte der 46-Jährige im Interview mit der Nachrichtenagentur "AFP".

Ende des vergangenen Jahres war der Vertrag des 103-maligen Nationalspielers bis 2016 verlängert worden.

Der frühere Trainer von AS Monaco, Juventus Turin und Olympique Marseille hatte Les Bleus im Sommer 2012 als Nachfolger von Laurent Blanc übernommen.

Bei der WM in Brasilien schied die Equipe Tricolore im Viertelfinale gegen Deutschland (0:1) aus.


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"1860 muss andere Hebel finden"

Written By limadu on Kamis, 11 Desember 2014 | 22.25

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Christian Beeck findet, dass 1860 München handeln muss, um die Krise zu meistern. Von Ahlen sei nicht verantwortlich.

Hallo Zweitliga-Freunde,

die Lage bei 1860 München wird einfach nicht besser. Leider!

Ich glaube, dass sich alle sehr bemühen und dabei viel Engagement entwickeln um die Mannschaft vorwärts zu bringen.

Doch die Ergebnisse stimmen einen wirklich sehr traurig. Solche Situationen sind für die Beteiligten besonders schlimm.

Gerade wenn man im unteren Tabellendrittel hängt, dabei durchschnittliche Spiele wie beim 1. FC Nürnberg abliefert (Bericht) und dabei ohne Glück agiert, drückt das die gesamte Stimmung im Verein und Umfeld auf Null.

Markus von Ahlen hat die Mannschaft nicht zusammengestellt, sondern ist vom Co-Trainer zum Cheftrainer hochgestuft worden. Er ist quasi Drittverwerter und eigentlich nicht schuldig an der Situation.

Ich mag diese Vorgänge trotzdem nicht - das habe ich schon einmal gesagt. Denn wenn man den Trainer wechselt, sollte dieser mit einer anderen Ansprache und mit anderem Inhalt zu Werke gehen.

Schlussendlich ist jetzt aber nicht mehr der Trainer gefordert. Er macht seinen Job, den wird er mit Sicherheit nach bestem Wissen und Gewissen ausführen - wie alle im Klub.

Am Ende ist der Verein gefragt, wie lange er sich die Sache anschaut. Und wie sehr die Verantwortlichen davon überzeugt sind, dass die Inhalte reichen, um die Klasse zu halten.

Ist man überzeugt vom Trainer und Manager, müssen andere Hebel und Inhalte her, um in die Erfolgsspur zu kommen.

Dazu gehören vielleicht neue Spieler, eine andere Trainingsart, eine neue taktische Ausrichtung oder auch ein anderer Umgang mit den täglichen Arbeitsergebnissen der Spieler.

1860 ist auf jeden Fall in einer Situation, die sehr, sehr ernst ist. Man steht auf Platz 16 und hat 15 Punkte (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle). Trotzdem: Die Messe ist noch nicht gelesen.

Wir haben viel draufgehauen in den letzten Wochen. Jetzt ist es angebracht, dass man dem Verein wünscht, dass er die richtigen Mittel und Wege findet, um aus der Situation wieder rauszukommen.

Die "Löwen" in der Dritten Liga wäre ein Trauerspiel - und aus meiner Sicht auch nicht notwendig.

Ich würde im Winter versuchen, ein bis zwei Spieler zu holen. Die Gangart ändern, deutlichere Regeln für den Tagesablauf erstellen und sehr intensiv alles kontrollieren, was es gibt.

Die neuen Spieler sollten eine andere Atmosphäre innerhalb der Mannschaft schaffen. Das wird notwendig sein, damit der alte Trott verlassen wird.

Wichtiger als Spieler mit Führungsqualitäten sind dabei Spieler, die fußballerische Qualität haben.

Denn so wie es derzeitig aussieht, geht es für die Sechziger nur noch darum, nicht abzusteigen.

Euer Christian Beeck

Christian Beeck absolvierte während seiner Profilaufbahn insgesamt 79 Bundesliga- und 88 Zweitligaspiele. Neben Union Berlin war er unter anderem für Hansa Rostock, Fortuna Düsseldorf und Energie Cottbus am Ball. Für Union und Cottbus war Beeck nach seiner aktiven Zeit als Spieler auch im Management tätig. Für SPORT1 analysiert Beeck seit dieser Saison das Geschehen rund um die Zweite Liga.

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DFB bestraft FCK und KSC

Beim Derby auf dem Betzenberg war es am 4. Oktober zu Krawallen gekommen
(Copyright: getty)

Der 1. FC Kaiserslautern und der Karlsruher SC sind vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) für das Fehlverhalten ihrer Anhänger zu Teilausschlüssen auf Bewährung und Geldstrafen verurteilt worden.

Dies teilte der DFB am Donnerstag gut zwei Monate nach den Ausschreitungen im Fritz-Walter-Stadion mit.

Sollten sich beide Vereine bis zum 4. Oktober 2015 "einen schwerwiegenden Wiederholungsfall" leisten, müssen sie demnach ein Meisterschaftsheimspiel unter teilweisem Ausschluss der Öffentlichkeit austragen.

In diesem Fall dürfte der FCK nur 30.000 Eintrittskarten an Heimzuschauer verkaufen, der KSC 17.000.

Beiden Vereinen wurde zudem die Auflage gemacht, je mindestens 20.000 Euro in Projekte und Maßnahmen zu investieren, die der Gewaltprävention dienen.

Die Klubs haben dem Urteil bereits zugestimmt, es ist damit rechtskräftig.

Einige Minuten nach dem Schlusspfiff der Begegnung am 4. Oktober dieses Jahres hatten sich Karlsruher Rowdys Zugang zur Südtribüne verschafft - Lauterer Anhänger folgten von der Westtribüne und lieferten sich danach wüste Auseinandersetzungen mit den Karlsruhern.

Wegen Vergehen aus anderen Spielen muss der FCK zudem eine Geldstrafe von 5000 Euro zahlen, der KSC wurde mit einer Strafe von 20.000 Euro belegt.

Die Sanktionen gegen die Pfälzer verhängte das DFB-Sportgericht, weil in der Nachspielzeit des Heimspiels gegen 1860 München ein Zuschauer auf das Spielfeld gelaufen war und bei der Partie gegen den SV Darmstadt 98 in den FCK-Blöcken mehrfach Wunderkerzen abgebrannt wurden.

Die Geldstrafe gegen den KSC basiert auf dem mehrfachen Abbrennen von Pyrotechnik im Karlsruher Block beim Gastspiel in Darmstadt, was zu einer rund zweiminütigen Spielunterbrechung geführt hatte.


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Weinzierl will Coup gegen Bayern

Markus Weinzierl kündigte eine engagierte Augsburger Mannschaft an
(Copyright: getty)

Trainer Markus Weinzierl vom Bundesligisten FC Augsburg will gegen den Rekordmeister Bayern München für einen Coup sorgen.

"Wir werden uns definitiv zerreißen, um die Sensation zu schaffen", sagte der 39-Jährige in der Pressekonferenz vor dem Spitzenspiel gegen den übermächtigen und in dieser Saison noch ungeschlagenen Tabellenführer.

"Wir werden die Punkte in keinster Weise herschenken oder überreichen."

Der Überraschungsdritte hat seine vergangenen fünf Heimspiele gewonnen und will diese Serie am Samstag weiterführen.

"Die Mannschaft soll so auftreten, wie sie immer aufgetreten ist. Mit viel Herz, Leidenschaft und Willen, aber auch mit Zweikampfstärke", sagte Weinzierl, der sich aber der Dominanz der Bayern bewusst ist: "Wir gehen sehr selbstbewusst in die Partie, wenn auch als klarer Außenseiter."

Verstecken muss sich der FCA nicht. Im vergangenen April fügten die Schwaben dem FC Bayern nach 53 Spielen erstmals wieder eine Niederlage zu.

Halil Altintop hätte nichts gegen eine Wiederholung. "Wir wollen unsere Heimserie fortführen, da ist der Gegner egal", sagte er: "Wenn wir mutig sind, dann werden wir zu unseren Möglichkeiten kommen."


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Kaiserlautern droht Teilausschluss

Dem 1. FC Kaiserslautern droht der Teilausschluss ihrer Fans
(Copyright: getty)

Die Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern und Karlsruher SC sind vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) für das Fehlverhalten ihrer Anhänger zu Teilausschlüssen auf Bewährung und Geldstrafen verurteilt worden.

Dies teilte der DFB am Donnerstag gut zwei Monate nach den Ausschreitungen im Fritz-Walter-Stadion von Kaiserslautern mit.

Sollten sich beide Vereine bis zum 4. Oktober 2015 "einen schwerwiegenden Wiederholungsfall" leisten, müssen sie demnach ein Meisterschaftsheimspiel unter teilweisem Ausschluss der Öffentlichkeit austragen.

In diesem Fall dürfte der FCK nur 30.000 Eintrittskarten an Heimzuschauer verkaufen, der KSC 17.000.

Beiden Vereinen wurde zudem die Auflage gemacht, je mindestens 20.000 Euro in Projekte und Maßnahmen zu investieren, die der Gewaltprävention dienen. Die Klubs haben dem Urteil bereits zugestimmt, es ist damit rechtskräftig.

Einige Minuten nach dem Schlusspfiff der Begegnung am 4. Oktober dieses Jahres hatten sich Karlsruher Rowdys Zugang zur Südtribüne verschafft - Lauterer Anhänger folgten von der Westtribüne und lieferten sich danach wüste Auseinandersetzungen mit den Karlsruhern.

Wegen Vergehen aus anderen Spielen muss der FCK zudem eine Geldstrafe von 5000 Euro zahlen, der KSC wurde mit einer Strafe von 20.000 Euro belegt.

Die Sanktionen gegen die Pfälzer verhängte das DFB-Sportgericht, weil in der Nachspielzeit des Heimspiels gegen 1860 München ein Zuschauer auf das Spielfeld gelaufen war und bei der Partie gegen Darmstadt 98 in den FCK-Blöcken mehrfach Wunderkerzen abgebrannt wurden.

Die Geldstrafe gegen den KSC basiert auf dem mehrfachen Abbrennen von Pyrotechnik im Karlsruher Block beim Gastspiel in Darmstadt, was zu einer rund zweiminütigen Spielunterbrechung geführt hatte.


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Geldstrafe für Norbert Düwel

Written By limadu on Selasa, 09 Desember 2014 | 22.25

Norbert Düwel zeigte im Spiel gegen 1860 München einem Fan den "Stinkefinger"
(Copyright: getty)

Trainer Norbert Düwel vom Zweitligisten Union Berlin muss wegen seiner Mittelfinger-Geste eine Geldstrafe in Höhe von 3500 Euro zahlen. Dies entschied das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

Düwel hatte nach dem Zweitligaspiel gegen 1860 München (1:4) den ausgestreckten rechten Mittelfinger in Richtung eines Zuschauers gezeigt. Der Union-Trainer war zuvor provoziert worden.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, es kann noch eine mündliche Verhandlung vor dem DFB-Sportgericht beantragt werden.

Hier gibt es alles zur Zweiten Liga


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Festung als Schalker Millionengrab?

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Schalkes Gegner im Gruppenendspiel ist in Maribor noch ungeschlagen. Dafür gibt es mehrere Gründe.

Von Christoph Lother

München - Nein, wie ein typischer Hexenkessel sieht es nicht aus.

Mit seinen knapp 13.000 Plätzen ist das Stadion von NK Maribor das kleinste in der laufenden Champions-League-Saison, seine niedrigen Tribünen ducken sich vor dem mächtigen Bachergebirge dahinter.

Wäre es Juli und nicht Dezember, könnte man glatt meinen, der FC Schalke 04 reise in die 95.000 Einwohner zählende Alpenstadt des Jahres 2000, um sein Sommertrainingslager zu absolvieren.

Doch der Schein trügt. Für die Schalker geht es am Mittwochabend (ab 20.15 Uhr im LIVE-TICKER und LIVE im Sportradio SPORT1.fm) um die allerletzte Chance, doch noch in der Königsklasse zu überwintern - und Maribor war für Europas Eliteklubs in diesem Jahr bislang alles andere als ein angenehmes Pflaster.

Auch Chelsea stolpert im Volksgarten

Ob Celtic Glasgow, Sporting Lissabon oder der FC Chelsea - weder in der Qualifikation, noch in der Gruppenphase konnte irgendeine Gastmannschaft im Ljudski vrt (deutsch: Volksgarten) gewinnen.

Und auch in der slowenischen Liga, in der Maribor nach dem ersten Rückrunden-Spieltag auf Rang zwei liegt, ging nur eines der bisherigen elf Heimspiele verloren.

Am Wochenende feierten die Violetten mit dem 4:1 über NK Radomlje eine gelungene Generalprobe für das Endspiel gegen Schalke (DATENCENTER: Champions League Gruppe G).

Zum zweiten Mal in Europa überwintern?

Während der Bundesligist um den Einzug ins Achtelfinale und damit verbundene Zusatzeinnahmen in Millionenhöhe kämpft, könnte der slowenische Rekordchampion mit einem Sieg den bis dahin größten Erfolg seiner Vereinsgeschichte einstellen.

In der vergangenen Saison schaffte es der zwölfmalige Landesmeister in die Zwischenrunde der Europa League und damit erstmals in die K.o.-Phase eines europäischen Wettbewerbs.

Gewinnen sie gegen Schalke, schieben sich die Schützlinge von Trainer Ante Cacic in der Gruppe G noch auf Rang drei vor - und sind im kommenden Frühjahr erneut im Sechzehntelfinale der Europa League dabei.

"Sie haben es uns zuhause schon schwer gemacht und werden nun wohl noch offensiver auftreten", mutmaßt Schalkes Mittelfeldmann Roman Neustädter daher im "Kicker".

Brasilianisch-slowenisches Torjäger-Gespann

Größte Hoffnungsträger der Slowenen, deren gemeinsamer Marktwert auf gerade mal 15 Millionen Euro geschätzt wird und damit knapp 200 Millionen Euro unter dem der Schalker liegt, sind die Stürmer Marcos Tavares und Luka Zahovic.

Zusammen bringt es die Doppelspitze der Violetten, die in der Regel in einem flachen 4-4-2-System agieren, in dieser Saison schon auf 21 Pflichtspiel-Tore.

Der gebürtige Brasilianer Tavares führt mit seinen zehn Treffern die Torjägerliste der nationalen Liga an.

"Sie machen das sehr, sehr gut", lobt S04-Coach Roberto Di Matteo die kompakte und taktisch disziplinierte Spielweise des Gegners.

Ex-Cottbus-Coach entfacht das Fußball-Fieber

Hinzu kommt die zu erwartende lautstarke Unterstützung des slowenischen Publikums, das in den vergangenen Jahren zunehmend vom Fußball-Fieber gepackt wurde.

Seit der einstige Cottbuser Trainer Bojan Prasnikar Maribor im Jahr 1999 erstmals in die Champions League führte, wird in dem Zwei-Millionen-Land nicht mehr ausschließlich über Skisport berichtet.

Stattdessen freuten sich die Slowenen 2000 über ihre erste Teilnahme an einer Fußball-EM, auch bei den Weltmeisterschaften 2002 und 2010 waren sie dabei.

Zugpferd des slowenischen Fußballs

Ihre Länderspiele trägt die Nationalmannschaft, deren Gros aus Maribor-Profis besteht, mittlerweile bevorzugt im Ljudski vrt aus.

Der Volksgarten kann also getrost als eine Art Zentrum des slowenischen Fußballs bezeichnet werden.

Sein Zugpferd NK Maribor will den Schalkern das Leben dort am Mittwoch so schwer wie möglich machen - und könnte den internationalen Ambitionen der Bundesliga womöglich einen schweren Schlag versetzen.

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