Abbrechen
Der Hamburger SV muss erneut auf Pierre-Michel Lasogga verzichten. Dabei ist der Stürmer im Abstiegskampf nicht zu ersetzen.
Vom HSV berichtet Andreas Reiners
Mönchengladbach - Die Uhr tickt. Erbarmungslos. Unaufhaltsam. Drohend.
Seit nunmehr 50 Jahren und fast 219 Tagen ist der Hamburger SV ein Bundesliga-Klub. Gründungsmitglied. Und noch nie abgestiegen.
Doch am 10. Mai 2014 könnte die Uhr für den Dino endgültig abgelaufen sein.
Mit diesem Szenario will sich beim HSV eigentlich niemand beschäftigen. Doch der Stachel nach der bitteren 1:3-Niederlage bei Borussia Mönchengladbach (Bericht), der sechsten Auswärtspleite in Serie, sitzt tief. Die Folge: Der Sturz auf Platz 17. Ein direkter Abstiegsplatz.
Bangen um Lasogga
Doch fast noch tiefer sitzt der Schock über die erneute Verletzung von Pierre-Michel Lasogga.
In Gladbach musste der 22-Jährige zur Halbzeit runter. Mal wieder der Muskel. Mal wieder eine Pause. Dieses Mal wohl nur ein paar Tage. Aber: Im Heimspiel am kommenden Freitag gegen Bayer Leverkusen wird Lasogga fehlen.
Es ist in Hamburg inzwischen fast schon ein gewohntes Bild. Die Krankenakte des Stürmers ist lang.
Kreuzbandriss im Mai 2012, ein halbes Jahr Pause. Zwar schoss er für die Hertha im vergangenen Jahr das Aufstiegstor gegen Sandhausen, doch der Weg zurück in die Stammelf war schwierig.
Im August 2013 folgten ein Außenbandanriss und sechs Wochen Pause, dazwischen lag der Abschluss des Leihgeschäfts zwischen Lasoggas Ex-Klub Hertha BSC und dem HSV. Ohne Kaufoption, denn die Berliner wissen, was der Stürmer kann.
Das zeigte er in Hamburg bisher auf beeindruckende Art und Weise - wenn er denn fit war. Das Glück kehrte in Form von Toren zurück, doch auch das Pech blieb in Form von Blessuren ständiger Begleiter.
Die aktuellen Probleme sind allein in diesem Jahr die dritte Muskelverletzung bei Lasogga.
Zunächst setzte ihn Ende Januar ein Faserriss außer Gefecht. Besonders bitter: Im Abschlusstraining vor dem Testländerspiel gegen Chile Anfang März machte bei ihm erneut der Muskel zu.
Eine Verhärtung beendete die Hoffnung, im DFB-Trikot auflaufen zu können. Und wohl auch den leisen Traum von der WM in Brasilien.
Dem HSV fehlte er drei Spiele, ehe er vergangene Woche gegen Freiburg zurückkam – und beim 1:1 erneut traf. Es war sein zwölfter Saisontreffer.
"Eine echte Waffe"
Lasogga ist "eine echte Waffe, enorm effektiv" (Trainer Mirko Slomka). Oder "eine Wucht" und "wie der Fuchs im Hühnerstall", wie HSV-Ikone Uwe Seeler Hamburgs Knipser zuletzt geadelt hatte.
Doch all das ist Makulatur, wenn der Stürmer nun wieder nicht das machen kann, was der Hamburger SV so dringend benötigt: Tore schießen.
Denn in Gladbach hielt die zweitschlechteste Defensive der Liga bis auf den von Michael Mancienne verursachten Handelfmeter 75 Minuten lang den Laden dicht und stellte die Borussia vor eine echte Herausforderung. (DIASHOW: Die Bilder des 28. Spieltags)
Das Problem: Auch wenn die Abwehr steht, bleibt der Angriff gefordert. Doch ohne Lasogga ist der HSV-Sturm meist nur ein laues Lüftchen.
Nicht umsonst forderte Slomka nach immerhin 17 Torschüssen in Gladbach, die Mannschaft müsse nun effektiver und effizienter werden.
Anspruchsvolles Restprogramm
Das ist einfacher gesagt als getan. Und das Restprogramm mit den Spielen gegen Leverkusen, Wolfsburg und die Bayern sowie in Hannover, Augsburg und Mainz kann sich sehen lassen.
"Wir brauchen auch mal ein bisschen Glück, das haben wir momentan nicht. Wenn wir aber so spielen wie heute, dann kommen die Punkte", sagte Rafael van der Vaart.
Bundesliga-Torschützen 2013/2014
1. Platz (Stand: 29.03.2014)
17 Tore: Mario Mandzukic (Bayern)
2. Platz
16 Tore: Robert Lewandowski (Borussia Dortmund)
2. Platz
16 Tore: Adrian Ramos (Hertha BSC)
4. Platz
15 Tore: Josip Drmic (1. FC Nürnberg)
5. Platz
14 Tore: Roberto Firmino (Hoffenheim)
5. Platz
14 Tore: Raffael (Gladach)
5. Platz
14 Tore: Stefan Kießling (Bayer Leverkusen)
8. Platz
13 Tore: Pierre-Emerick Aubameyang (Dortmund)
9. Platz
12 Tore: Anthony Modeste (1899 Hoffenheim)
9. Platz
12 Tore: Thomas Müller (FC Bayern)
9. Platz
12 Tore: Pierre-Michel Lasogga (Hamburger SV)
9. Platz
12 Tore: Marco Reus (Borussia Dortmund)
13. Platz
11 Tore: Shinji Okazaki (Mainz 05)
13. Platz
11 Tore: Klaas-Jan Huntelaar (Schalke 04)
Das große Aber: "Wir haben keine 18 Spiele mehr, die Punkte rinnen uns davon", sagte Kapitän Heiko Westermann. 18 Punkte sind für den HSV insgesamt noch zu holen.
Manager Oliver Kreuzer hatte zuletzt noch neun Zähler ausgegeben, die zur Rettung nötig seien.
Drei Siege nötig
Das wären umgerechnet drei Siege in den verbliebenen sechs Endspielen. Zum Vergleich: In den bisherigen 28 Partien holte der HSV ganze sechs Dreier und im Schnitt 0,86 Punkte.
"Das Glück wird irgendwann zurückkommen", sagte Westermann fast trotzig.
Die Frage ist, wann irgendwann ist.
Denn wie gesagt: Die Uhr tickt.
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